Eine Interaktion, die jungen Menschen Mut macht,
mit ganzem Herzen die Zukunft gemeinsam zu gestalten.
Ansprechpartnerin
Joshua Conens-Freund
Telefon: 0178-6945407
E-Mail: kontakt@wo-hin.org
Der soziale Prozesse der Abstimmung über diese Frage, das ist für uns Demokratie. Mit „wo-hin“ schaffen wir Räume, die dafür nötigen Fähigkeiten in der Schule zu üben und bieten eine Ausbildung an, diese Prozesse zu moderieren.
Die Entwicklungen der letzten Jahre machten uns deutlich: Es gibt einen echten Bedarf mit jungen Menschen an dieser zentralen Frage zu arbeiten. Ein fast permanenter Krisenmodus aus überwältigenden Themen wie Krieg, Klima oder Corona verdrägt geradezu die Ausgestaltung des Bildes einer Welt, die wir auch wollen können.
Die Zukunft lässt sich nicht aus der Vergangenheit ableiten und erschöpft sich nicht in der Bewältigung von
Krisen. „Wie kommt das Neue in die Welt?“ ist keine rhetorische Frage, sondern ist existenziell. Und ihr Geheimnis ist: Wir können sie letztlich nur gemeinsam gestalten. Und doch braucht sie den einzelnen Menschen – die weitgehende Delegation entscheidender Gestaltungsfragen funktioniert dafür nicht. Die Herausforderungen unserer Zeit brauchen alle Menschen – mit ihrer individuellen Kraft und gemeinsamen Gestaltung ihrer Lebenswelt.
Aus der Kunst kommend, schaffen wir Erfahrungsräume, die interaktiv und performativ mit jungen Menschen gemeinsam die Qualitäten der Demokratie erlebbar machen.
Räume zu schaffen, in denen Menschen lernen, gemeinsam etwas Neues in die Welt bringen – das ist seit 38 Jahren Ziel und Weg des „OMNIBUS für Direkte Demokratie“.
Dieser Abstimmungsprozess braucht die eigene Stimme, dass einander zuhören und stimmige Wege der Zukunft gemeinsam zu finden. Für uns ist das Friedensarbeit.
Mit dem Bildungsprojekt „wo-hin“ schaffen wir Räume, in denen Jugendliche und junge Erwachsene den Mut und die Fähigkeiten erfahren und ausbilden können, Verantwortung für diese Gestaltung unserer Zukunft zu übernehmen.
Das Projekt hat zwei sich ergänzende Schwerpunkte:
Für Schülerinnen und Schüler ab der 10. Klasse bieten wir Demokratieworkshops an. Bewusst arbeiten wir mit möglichst vielfältigen Bildungseinrichtungen zusammen – darunter auch Berufsschulen, Hochschulen, im Rahmen von Ausbildungen sowie in der Lehrer*innenbildung, um den Multiplikationseffekt zu erhöhen. Jede Zusammenarbeit besteht aus zwei Workshops je fünf Stunden, in denen wir interaktiv und performativ die Qualitäten der Demokratie erlebbar machen.
Daraus ergibt sich unser zweiter Schwerpunkt: Für junge Erwachsene zwischen 18 und 35 Jahren bieten wir eine Art Ausbildung zur Gestaltung sozialer Prozesse an. Lebens- und Arbeitszusammenhänge mit zu formen und zu gestalten ist von zentraler Bedeutung für eine friedvolle Zukunft. Joseph Beuys erkannte das als die „Soziale Plastik“ – ein Gestaltungsprozess, der auf die lebendige Kreativität des Menschen angewiesen ist. Es geht um die Fähigkeit, die Ohnmacht zu verwandeln.
An vier Wochenenden lernen 15 bis 20 Teilnehmenden im gemeinsamen Prozess, begleitet von Dozent*innen und dem Team des OMNIBUS, Basiswissen und -erfahrungen, um Gruppenprozesse wie Kunstwerke zu gestalten. Anschließend wenden die Teilnehmenden dieses Wissen in der direkten Praxis an, indem sie mit Schulklassen arbeiten.
Jungen Menschen einen Blick in die Zukunft zu ermöglichen, der Mut macht, sich für das einzusetzen, was einem am Herzen liegt – persönlich wie gesellschaftlich – dazu möchten wir mit unserem Projekt „wo-hin“ beitragen.
Zitat eines Schülers:
„Ich war überrascht, was die anderen
in der Klasse an Themen beschäftigt
und wie sie zu meinem Thema stehen.“
Zitat einer Lehrerin:
„Mit Freude haben wir vernommen,
dass der Workshop maßgeblich zur
Gemeinschaftsbildung beigetragen hat.
Die Stufe konnte auch eine mittelbis
langfristige positive Essenz daraus ziehen.“
Zitat einer Schülerin:
„Der Workshop hat mir Mut gemacht,
dass jede Stimme zählt.
Also auch meine.“
Seit 37 Jahren ist der „OMNIBUS für Direkte Demokratie“ unterwegs für gesellschaftliche Teilhabe und die Entwicklung der Direkten Demokratie. Er wurde als fahrende Schule gegründet - impulsiert unter anderem von der „Freien Internationalen Universität“ (FIU), die Joseph Beuys 1973 in Düsseldorf gründete. Das fortwährende Gespräch, mit allen Menschen, als Grundlage der gemeinsamen Bildung und damit auch der Demokratie, bildet das Fundament der Arbeit des OMNIBUS.
Das Team zur Umsetzung des Projektes besteht vor allem aus zwei jüngeren Mitarbeitenden des OMNIBUS, Felicitas Oszwald und Joshua Conens-Freund sowie Michael von der Lohe, der als Geschäftsführer des OMNIBUS seit vielen Jahren maßgeblich an der Direkten Demokratie arbeitet. Erweitert wird der Kreis durch 10 junge Menschen, die konkret die Interventionen an den Bildungseinrichtungen gestalten und durchführen.