Rettet die Bienen, Vögel und Schmetterlinge – stoppt das Artensterben!

Die ÖDP hat mit einem Bündnis die Volksinitiative „Rettet die Bienen, Vögel und Schmetterlinge – stoppt das Artensterben!“ gestartet. Auch diese Initiative werden wir tatkräftig mit dem OMNIBUS unterstützen und im August und September in Bayern sammeln. Da durch unseren Umgang mit der Welt über 50% der Bienenarten bedroht sind, über 80% der Falter bereits verschwunden sein sollen, auch Vögel und viele andere Arten in ihren Beständen drastisch zurückgegangen sind, sollen auf Landesebene in Bayern mögliche Gegenmaßnahmen ergriffen werden. Auch hier sieht man wieder, dass die Menschen beginnen, lokal zu handeln, als auf die große Lösung von „Oben“ zu warten.

In einem ersten Schritt benötigen die Initiatoren nun 25.000 Unterschriften in freier Straßensammlung. Danach müssen dann 10% der bayerischen Wahlberechtigten in den Rathäusern für das Volksbegehren unterschreiben, ehe es zum Volksentscheid kommt.

Die OMNIBUS-Stationen in Bayern

06.8.-07.8. Donauwörth, Spitalstraße
08.8.-09.8. Nördlingen, Marktplatz
10.8.           Eichstätt, Marktplatz
13.8.-14.8. Pfaffenhofen, Oberer Hauptplatz
16.8.-17.8. Augsburg, Willy-Brandt-Platz
20.8.-22.8. Memmingen, Schrannenplatz
23.8.-24.8. Kempten, August-Fischer-Platz
27.8.           Penzberg, Stadtplatz
28.8.           Bad Tölz, Marktstraße
29.8.-31.8. Rosenheim, Ludwigsplatz
05.9.-06.9. München, Wiener Platz
07.9.           München, Akademiestraße 2-4

Die Kernforderungen der Volksinitiative

Biotopverbund schaffen

Das Problem: Die einzelnen, lokalen Lebensräume (Biotope) sind nicht mehr verbunden. Menschliche Siedlungen, Straßen und leergeräumte Ackerlandschaften schlagen tödliche Schneisen, die für die meisten Arten unüberbrückbar sind. Inzucht ist die Folge, die Tiere werden anfällig für Krankheiten und sterben. Deshalb fordern wir: Schafft zusammenhängende Lebensräume, sog. Biotopverbünde.

Nachhaltige Ausbildung

Zu Unrecht wird derzeit die Schuld einseitig auf die Bauern geschoben. Die ganze Agrar-Förderungspolitik und auch die Ausbildung junger Landwirte ist seit Jahrzehnten falsch ausgerichtet. Statt das überlieferte bäuerliche Wissen über Zusammenhänge gelehrt zu bekommen, ist die Ausbildung auf Ertrag, Effizienz und „Smart Farming“ ausgerichtet. Die jungen Bauern lernen zwar alles über die chemische und mechanisierte Landwirtschaft, aber sie lernen wenig über die Folgen und Zusammenhänge und auch die Risiken für Mensch und Natur. Das muss geändert werden, sonst hat die Artenvielfalt keine Chance. Das fordert auch die Bundesregierung (BNE).

Mehr Transparenz

Zurzeit erfahren wir immer nur aus den Medien, wenn wieder irgendein Trinkwasser- oder Lebensmittelskandal geschehen ist. Es entsteht der Eindruck, dass der Landtag uns nicht genügend informiert. Das soll in Zukunft anders laufen: Wir fordern, dass der Landtag jährliche Statusberichte über den Zustand der Arten und der Naturschönheit behandelt und veröffentlicht. So erfahren wir jedes Jahr, wie es um das ökologische Gleichgewicht bestellt ist. Das brauchen wir, um handeln zu können.

Mehr Öko, mehr Bio

Der Irrweg der export-orientierten Landwirtschaft führt zu einem dramatischen Artenrückgang; gleichzeitig müssen viele landwirtschaftliche Kleinbetriebe schließen. Die Folgen sind Agrarwüsten, gifthaltige Monokulturen und ein Verlust der Naturschönheit in unserer bayrischen Heimat. Der Artenschutz und die Unterstützung der bäuerlichen Landwirtschaft sind eng miteinander gekoppelt. Beide Seiten – Natur und Bauern – müssen gewinnen. Allem voran müssen Landwirte fair bezahlt werden, damit sie sich überhaupt noch um die Natur kümmern können.

Derzeit gibt es ca. 10% ökologisch bewirtschaftete Flächen. Wir fordern mind. 25% bis 2025. Außerdem muss der bayrische Staat als Vorbild vorangehen. Deshalb fordern wir, dass alle staatlichen Agrar- und Forstflächen umgestellt werden, auf eine ökologische Bewirtschaftung und nachhaltige Nutzung.

Mehr Blühwiesen

Mindestens 10% der Naturflächen müssen in Blühwiesen umgewandelt werden!
Aber, es blüht doch alles im Sommer, oder? Ja, aber meistens blüht es nicht durchgehend und oft sind es nicht die benötigten Futterquellen. Bienen und andere Bestäuber sind aber auf Vielfalt und Durchgängigkeit angewiesen. Eine Rapsmonokultur und zu satte Wiesen, auf denen fast nur noch der Löwenzahn blüht, sind kein gedeckter Tisch. Durch zu frühes und häufiges Mähen entstehen für die Insekten immer wieder Hungerperioden. Zuerst verhungern die Insekten, dann die Vögel, weil ihre Hauptnahrung, die Insekten, schon tot sind.

Weniger Pestizide

Weg von Neonicotinoiden und weniger Bayer/Monsanto „Pflanzenschutz“!
Es ist längst kein Geheimnis mehr, dass die chemische Landwirtschaft die Artenvielfalt ruiniert und gleichzeitig die Gesundheit der Bauern gefährdet. Das Totschlagargument, dass die Ernährungssicherheit mit Methoden von gestern gefährdet wird, ist eine Lüge. Permakultur, Ökolandbau, robuste Saaten und ein gesunder Boden bringen genügend Ertrag für uns. Wir produzieren aber gigantische Exportmengen und hier müssen wir uns entscheiden: Wollen wir deutsche Erzeugnisse in China und Afrika zu Dumping-Preisen verkaufen? Sind wir bereit aus Profitgründen fehlgesteuerte Agrarpolitik, Artensterben, Bodendegradierung und nitrithaltigem Trinkwasser zu akzeptieren? Das muss sich ändern!

(Quelle: www.volksbegehren-artenvielfalt.de)

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