Unsere Arbeit lebt von Projekten unterschiedlichster Art. Gemeinsam setzen wir uns für Volksabstimmungen in Kommunen, auf Länder- und Bundesebene ein.

Klimabegehren Flensburg: Für fossilfreie Strom- und Wärmeproduktion

Wir haben uns mit aktiven Bürger*innen und Organisationen der Zivilgesellschaft, wie z.B. Greenpeace, Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND), Umweltinstitut München, Bürgerbegehren Klimaschutz, VCD und Students for Future zusammengeschlossen, um per Bürgerbegehren zu erreichen, dass Flensburg seinen gerechten Beitrag zum Pariser Klimaabkommen von 2015 leistet.

Ansprechpartnerin
Brigitte Krenkers
Telefon: +49 (0)2302 9567076
E-Mail: infomaps on@omnibus.org

Sammelstart am 7. Mai


Pünktlich zur Landtagswahl starten wir am Samstag, den 7. Mai, in die Unterschriftensammlung. Hier sind wir auf Unterstützung angewiesen, denn nur gemeinsam erreichen wir die notwendigen 5000 Unterschriften. Alle Flensburgerinnen und Flensburger haben jetzt die Möglichkeit, die notwendige Transformation der Flensburger Energieversorgung verbindlich zu fordern.
Der OMNIBUS wird auch selber Mitte Juli für eine Woche vor Ort sein und beim Sammeln der Unterschriften helfen!
Detaillierte Informationen zum Sammeln gibt es hier: https://klimabegehren-flensburg.de/sammeln/

 

Das wollen wir


Die Stadtwerke sollen ihre Emissionen bis 2035 schrittweise auf Null reduzieren: 2028 auf 50 Prozent, 2032 auf 25 Prozent, 2035 auf 0 Prozent des CO2-Werts von 2019. Das Thema Energiewende betrifft uns alle. Deshalb sollen alle Bürger*innen in Flensburg das demokratische Recht haben, ihre Stadt mitzugestalten. Wir wollen eine soziale Energiewende und Versorgungssicherheit – jetzt und auch in 15 Jahren. Wir wollen, dass Flensburg ein Vorbild für andere Städte wird.


Hintergrund: Klimakrise und Energiewende in Flensburg


Die Staatengemeinschaft hat sich 2015 beim Klimaabkommen von Paris dazu verpflichtet, die Erderhitzung auf 1,5 Grad zu beschränken. Je näher die Erderhitzung der 1,5-Grad-Grenze kommt, desto wahrscheinlicher werden die sogenannten „Kipppunkte“ erreicht. Dadurch entsteht ein Domino-Effekt: Die Klimakatastrophe für Mensch, Tier und Natur ist nicht mehr abzuwenden. Die größte CO2-Emissionsquelle in Flensburg ist die Wärme- und Stromproduktion der Stadtwerke Flensburg. Die Stadtwerke sind für mehr als die Hälfte der Emissionen in Flensburg verantwortlich und gehören zu 100% der Stadt Flensburg. Die Strom- und Wärmeproduktion der Stadtwerke ist deshalb der größte Hebel, um so schnell wie möglich unsere Emissionen zu verringern. Alternative Energiequellen, die stattdessen genutzt werden können, sind in Flensburg vor allem große Wärmepumpen, Solar- und Windenergie.
 

So funktioniert das Bürger*innenbegehren


Wir sammeln ca. 5.000 Unterschriften von wahlberechtigten Flensburger*innen und reichen diese bei der Stadt Flensburg ein. Diese prüft das Begehren formal und hat dann die Wahl, das Begehren anzunehmen oder es abzulehnen. Wird das Begehren abgelehnt, kommt es zu einem Bürger*innenentscheid: Hier wird unsere Abstimmungsfrage offiziell zur Wahl gestellt und jede*r wahlberechtigte Flensburger*in mit über 16 Jahren kann in der Wahlkabine mit Ja oder Nein stimmen. Stimmen mehr als 12 Prozent aller Wahlberechtigten und die Mehrheit aller Abstimmenden mit Ja, ist das Begehren gewonnen. Die Entscheidung ersetzt einen Ratsbeschluss und ist somit rechtlich bindend.
 

Weitere Informationen
 

Update vom 21.04.2022

Kostenschätzung der Stadt Flensburg ist eingetroffen
 

Hurra! Nach über zehn Monaten ist die Kostenschätzung endlich eingetroffen. Wir freuen uns natürlich riesig, dass wir nach so langer Zeit nun endlich anfangen können, Unterschriften für unser Begehren zu sammeln. Gleichzeitig sind wir angesichts der langen Wartezeit und nicht eingehaltenen Ankündigungen äußerst irritiert über den Umgang seitens der Stadt mit uns als engagierten Bürger*innen. Jetzt blicken wir nach vorne und freuen uns auf die nächsten Monate und die Gespräche mit den Flensburger*innen. Das Gutachten der Firma Rambøll sagt uns genau, was wir erwartet haben: Ein Business-as-usual Szenario würde zu einer extremen Erhöhung der Preise führen. Die von uns geforderte Transformation des Energiesystems ist für Flensburg billiger und schafft die nötige Versorgungssicherheit für die nächsten Jahre. Eine genaue Zahl über die Investitions- bzw. Betriebskosten haben wir nicht bekommen. Insofern sehen wir uns vor allem in unseren Forderungen bestätigt und setzen jetzt alles daran, dass auch die Stadtwerke die Dringlichkeit des Umstiegs auf Erneuerbare erkennen.

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