"Die Skulptur BAUMKREUZ ist das Symbol für den Willen, Grenzen zu überschreiten. Das gilt vor allem für die Grenzen des Denkens."

Die Aktion Baumkreuz

Das BAUMKREUZ wurde am 16. November 1990 nach dem „Mauerfall“ 1989, als Start-Skulptur für eine Ost und West verbindende Allee zwischen Kassel und Eisenach von Menschen aus Ost- und West-Deutschland eröffnet. Es knüpft an den „erweiterten Kunstbegriff“ von Joseph Beuys an, den dieser mit der großen Skulptur „7000 Eichen“ in Kassel verbunden hat.

Am Ort, wo die in West-Ost-Richtung verlaufende Bundesstraße 7(B7) die ehemalige BRD-DDR-Grenze kreuzt (nahe den Ortschaften Ifta und Creuzburg, Thüringen), wurden 140 Bäume gepflanzt. Bezogen auf die B 7 war es der Beginn einer Allee, bezogen auf den ehem. Grenz- oder Todesstreifen war das der Beginn der Errichtung eines für die Natur, Pflanzen und Tiere geschützten Lebensstreifens quer durch Deutschland. Die Bäume wurden zweireihig in Kreuzform gepflanzt. Mitten in der Baumreihe auf dem Todesstreifen steht ein Teilstück des ehemaligen Grenzzauns. Die Genehmigung für den Erhalt dieses Zauns haben die Betreiber des Projekts BAUMKREUZ vom damaligen DDR Abrüstungsminister Eppelmann erhalten. Dieser Grenzzaun-Teil ist Bestanteil der Skulptur und vermutlich das am längsten original erhaltene Stück.

Seit dem 16.November 1990 wird ununterbrochen weiter an dem BAUMKREUZ gepflanzt. Jedes Jahr am ersten Samstag im November kommen Menschen aus ganz Deutschland zusammen und helfen, das Projekt fortzuführen. Parallel zu der kontinuierlichen Pflanzung und Pflege der Bäume, steht jedes Jahr neu die „Deutsche Frage“, die „Demokratie-Frage“, heute die „Europa-Frage“ im Mittelpunkt der Zusammenkunft.

Das Ziel ist eine neue demokratische und ökologische Wirtschaftsordnung jenseits von Privat- und Staatskapitalismus. Der Weg ist die Direkte Demokratie. Sie ist die einzige Kraft, die diesen gesellschaftlichen Wandel gewaltfrei verwirklichen kann. Die direkte Demokratie setzt da an, wo der Mensch frei ist, der Kreativität = Kunst.

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