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Volksbegehren zum Schutz des Wassers erreicht 40.000 Unterschriften

9. Dezember 2019

Ansprechpartner
Charlie Rutz
Tel. +49 30 42804390
charlie.rutz@omnibus.org

Halbzeit beim Volksbegehren zum Schutz des Wassers: Seit dem 2. September sind bereits rund 40.000 Unterschriften gesammelt worden. Insgesamt 80.000 sollen es bis zum 2. März 2020 noch werden. Dann kann der angestrebte Volksentscheid erreicht werden.

Wir benötigen bis 2. März 2020 insgesamt 80.000 Unterschriften von Wahlberechtigten aus Schleswig-Holstein. Eintragungsberechtigt sind: Alle Einwohnerinnen und Einwohner ab 16 Jahren mit deutscher Staatsbürgerschaft und einem Wohnsitz in Schleswig-Holstein seit mindestens 6 Wochen. Die Eintragung kann in jedem Rathaus und Amt erfolgen (unabhängig von der Meldeadresse) sowie an weiteren Eintragungsorten und in freier Unterschriftensammlung.

Unser "Rathausfinder" für Schleswig-Holstein ist am Start 

Dabei sein und unterschreiben ist jetzt ganz einfach. Wir haben eine Möglichkeit entwickelt, wie man Eintragungsstellen für das Volksbegehren in seiner Nähe finden kann. Jetzt hier ganz einfach das nächste Amt oder die nächste Eintragungsstelle finden: 

https://www.rathausfinder.de/schutz-des-wassers-sh 

Immer mehr Geschäftsinhaber beschließen, das Volksbegehren zum Schutz des Wassers zu unterstützen. Man sieht sie zur Zeit vermehrt in Kappeln – die großen Plakate, die auf das Volksbegehren zum Schutz des Wassers aufmerksam machen. Edeka-Markt, Stadtbücherei...:

http://zeitung.shz.de/schleibote/2261/article/1048322/7/3/render/?token=740ae8d285212ae9144be776a167871c 

Angesichts dessen, dass nach der Entscheidung des Landesverfassungsgerichts vom 6. Dezember 2019 das Land Schleswig-Holstein das Fracking nicht verbieten kann, ist es umso wichtiger, dass alle Punkte des Volksbegehrens umgesetzt werden. 

Wichtig ist: 

  1. Anträge auf Gas- und Ölförderung insbesondere mit dem Einsatz von Fracking müssen veröffentlicht werden, damit wir als Bürgerinnen und Bürger wissen, was auf uns zukommt.
     
  2. Alle eingesetzten Gefahrstoffe müssen an die Katastrophenschutzkräfte gemeldet werden, damit bei Unfällen die Feuerwehrleute und andere Helferinnen und Helfer sich und die Bevölkerung schützen können. 

Die Bedeutung des Wassers als unser wichtigstes Lebenselement ist uns allen bewusst und häufig zu selbstverständlich. Sauberes Wasser ist für jeden, ob Mensch oder Tier und die gesamte Natur, von essentieller Bedeutung. Durch Öl- und Gasförderung insbesondere durch den Einsatz von Fracking ist jedoch eine Gefährdung der Wasserqualität z.B. durch Erdgas oder durch andere Chemikalien im Grundwasser zu befürchten. Außerdem trägt Fracking maßgeblich zur Klimaerwärmung bei (Untersuchungen in Utah von der University of Colorado), da beim Fracking 4 bis 12 Prozent des geförderten Erdgases unkontrolliert in die Luft freigesetzt werden und Methan in den ersten 20 Jahren rund 86-mal so klimaschädlich ist wie CO2. 

Wie wichtig das Volksbegehren ist, zeigt der vermutlich größte Grundwasserschaden in der Geschichte der deutschen Erdölförderung, bei dem in Niedersachsen über Jahre bis Ende 2018 bis zu 220.000 m³ belastetes Wasser ins Grundwasser gelangten. Auch die 98 amtlich festgestellten Schadensfälle in Schleswig-Holstein sowie Bohrschlammgruben, die bisher noch nicht saniert wurden und die drei durch Fracking ausgelösten Erdbeben bei Rotenburg im November 2019 unterstreichen die Notwendigkeit unseres Volksbegehrens.

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