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OMNIBUS besucht Mahnwache gegen Massentierhaltung

10. August 2021

Ansprechpartnerin
Brigitte Krenkers
Telefon: +49 (0)2302 9567076
E-Mail: infomaps on@omnibus.org

Gestern besuchten wir die Mahnwache in Alt Tellin und wollen damit die Menschen vor Ort in ihrem Widerstand unterstützen und mit dazu beitragen, dass dieser Brand nicht vergessen wird. In einem "Offenen Brief" fordern wir gemeinsam mit Susanne Wiest und vielen Teilnehmer*innen der Mahnwache die Terra Grundwerte AG, Eigentümerin der Schweinezuchtanlage in Alt Tellin, dazu auf, die Tierfabrik nicht wieder aufzubauen, sondern auf dem Gelände einen "Klimawald" aufzuforsten.

In Alt Tellin verbrannten am 30. März 2021 über 50.000 Schweine in der Massentieranlage der LFD Holding GmbH und Terra Grundwerte AG, Schweiz. Von den 9.000 Sauen und deren 50.000 Ferkeln haben nur ca. 1.500 Tiere überlebt. Die anderen konnten nicht entkommen oder schnell genug gerettet werden, da sie in Metallkäfigen gefangen und in Kastenständen fixiert waren. Dieser Brand und dieses Tierleid hätten verhindert werden können.

"Die Eigentümer sind lauter juristische Personen, was letztlich bedeutet, dass niemand verantwortlich ist. Gleichzeitig kann ich mir keinen Menschen vorstellen, der so etwas will. Wenn wir nichts dagegen unternehmen können, wäre das ein demokratischer Totalschaden, denn wir sind als Menschen sowieso für alles gemeinsam verantwortlich", sagte OMNIBUS-Fahrer Werner Küppers vor Ort (Hier sein Erfahrungsbericht...).
 

Download: "Offener Brief" (PDF)


Fotos von unserem Besuch auf Flickr...



Am 28. August findet unter dem Motto „Wir haben es satt!“ eine Demonstration statt, zu deren Teilnahme wir aus vollem Herzen aufrufen. Hier weitere Infos...

Alt Tellin ist eine weitere Mahnung, endlich das Tierleid und die Massentierhaltung zu verbieten. Die vielen Volksinitiativen auf Landesebene zu Tierwohl und Artenvielfalt zeigen, dass die Menschen sich einmischen wollen. Eine große Mehrheit von 70 Prozent der Bevölkerung in Deutschland will einen sofortigen Ausstieg aus der Massentierhaltung (siehe ProVeg -Umfrage vom Mai 2021) -  doch die Politik handelt nicht oder viel zu langsam. Sie steht unter dem Druck starker Lobbyisten. Die Volksabstimmung kann diesen Zustand beenden.

Sie bringt die Menschen auf Augenhöhe mit den Politiker*innen. Volksinitiativen wollen nicht an die Macht und regieren, sondern ein wichtiges Thema auf die Tagesordnung bringen und allen Stimmberechtigten zur Entscheidung vorlegen. Jede Stimme zählt gleich viel. Eine ökologische und menschenwürdige Zukunft gibt es nur mit den Menschen und nicht ohne sie oder über sie hinweg.

Helfen Sie weiter mit, dass sich immer mehr Menschen an ABSTIMMUNG21 beteiligen - der ersten selbstorganisierten bundesweiten Volksabstimmung über vier Themen. In der Klimavorlage ist auch die ökologische Landwirtschaft enthalten.

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