
1971
Die gemeinnützige Omnibus GmbH schließt an Joseph Beuys an. 1971 gründet er die "Organisation für Direkte Demokratie durch Volksabstimmung" mit Büro in Düsseldorf. 1972 installiert er das Büro auf der internationalen Kunstausstellung documenta 5 in Kassel und spricht 100 Tage mit den Besuchern über den Erweiterten Kunstbegriff und die direkte Demokratie.

1987
Eineinhalb Jahre nach dem Tod von Joseph Beuys startet der erste OMNIBUS FÜR DIREKTE DEMOKRATIE IN DEUTSCHLAND 1987 auf der documenta 8. Sieben Jahre ist er unterwegs und fährt 737 Stationen an.

1988 bis 1990
24. Februar 1988: Versuch, nach Ostberlin überzufahren (Aktion West/Ost): Wir werden aufgehalten. Erst nach der Wende (1990) können wir in Ostdeutschland einreisen und unterstützen das Neue Forum.

1987 bis 1992
In sieben Bundesländern setzen wir uns für die Einführung von kommunalen und landesweiten Volksentscheiden ein. Heute ist die überall gesetzlich geregelt. Jedes Jahr finden hunderte kommunale Bürgerentscheide statt. So wächst die Direkte Demokratie von unten.
unterwegs in den neuen Bundesländern

1992
Nach der Wiedervereinigung überarbeitet der Bundestag das Grundgesetz, ohne Volksabstimmung. Am 17. Juni 1992 füllen wir vor dem Bundestag in Bonn eine Säule mit 1.074.239 Unterschriften für die Einführung der bundesweiten Volksabstimmung.

1993 bis 1995
1993 initiieren wir das Volksbegehren "Mehr Demokratie in Bayern" mit. In 14 Tagen tragen sich 1.196.000 Bürger ein! Der Volksentscheid 1995 ist erfolgreich. Damit führt das Volk selbst eine praktikable Regelung für Bürgerentscheide in Gemeinden und Städten ein. Dieses Volksbegehren hat Signalwirkung und der Verein Mehr Demokratie e.V. wird bundesweit aufgebaut.

1996 bis 2000
Wir unterstützen die Volksinitiative "Schule in Freiheit" in Schleswig-Holstein und das Volksbegehren für unabhängige Richter in Bayern. In München initiieren wir den Bürgerentscheid für Bürgerbeteiligung und Transparenz bei den Stadtfinanzen.

2000
Im Oktober 2000 beginnt der zweite OMNIBUS seine Fahrt. er verhilft dem Volksbegehren "Mehr Demokratie in Thüringen" mit zum Erfolg. 363.123 Bürgerinnen und Bürger (18,3% der Stimmberechtigten) verlangen die Senkung der Hürden für landesweite Volksabstimmungen. Im September 2001 lehnt der Landesverfassungsgerichtshof Erfurt die Volksabstimmung ab.

April 2001
Im April 2001 wird der blaue OMNIBUS als Station im "Erfahrungsfeld der Sinne und des Denkens" in Schloß Freudenberg untersockelt. Im OMNIBUS lagern 1.074.239 Unterschriften für die bundesweite Volksabstimmung. Sieben Bienenvölker wohnen in ihm und produzieren Honig.

Mai 2001 bis März 2003
Der weiße OMNIBUS im Himmel über Berlin! Mit dieser Aktion startet der Verein Mehr Demokratie e.V. die Initiative "Menschen für Volksabstimmung", die von 80 Verbänden mitgetragen wird. Der OMNIBUS sammelt in ganz Deutschland Unterschriften für die Einführung der bundesweiten Volksabstimmung. Am 13. März 2003 übergeben wir dem Bundestag über 100.000 Unterschriften.

Sommer 2002 bis Sommer 2004
Ab Sommer 2002 unterstützen wir den Start der Initiative "Faires Wahlrecht in Hamburg". Das Volksbegehren im September 2003 ist mit über 80.000 Unterschriften erfolgreich. Am 13. Juni 2004 findet die Volksabstimmung statt. Die Initiative „Faires Wahlrecht“ wird von 256.507 Hamburgerinnen und Hamburgern befürwortet (66,5% Ja-Stimmen). Hamburg hat nun das modernste Wahlrecht Deutschlands - durch Volksabstimmung eingeführt!

2002
Die Erfahrung mit der 17-jährigen Jana-Li Frank bringt uns im Sommer 2002 auf die Idee, am OMNIBUS ein Schülerpraktikum anzubieten. Inzwischen haben über 30 Schülerinnen und Schüler diese Gelegenheit wahrgenomen und die Arbeit sehr bereichert.

2003
Nach mehrjähriger Vorbereitung startet Christian Gellerie und sechs Schülerinnen den Chiemgauer. Dieses Regiogeld macht Schlagzeilen und regt bundesweit die Gründung vieler weiterer Regioinitiativen an. Das Regionetzwerk, die bundesweite Arbeitsgemeinschaft der Regiogelder wird gegründet.

2003
Im Mai 2003 überquert der OMNIBUS die Alpen, um einer befreundeten Initiative in Südtirol bei einer Unterschriftensammlung für die Verbesserung der gesetzlichen Regelung der Volksabstimmung in der Landesverfassung zu helfen. Im Mai 2006 helfen wir bei der zweiten Phase mit, doppelt so viele Unterschriften als nötig wurden gesammelt. 2009 findet der Volksentscheid statt.

2006
Im April starten wir die "Aktion Volksabstimmung", bei der jeder sofort für die gesetzliche Regelung der bundesweiten Volksabstimmung aktiv werden kann. Die Aktion wird seit Frühjahr 2008 auch von unserer Schwesterorgansiation "Mehr Demokratie e.V." unterstützt und getragen.

2006
Im Oktober 2006 ist im Bundesland Bremen ein Volksbegehren für ein besseres Wahlrecht nach dem Hamburger Vorbild derart erfolgreich, daß die Parteien den Gesetzesvorschlag der Initiative ohne Volksentscheid übernehmen.

2008
In Thüringen haben wir wieder mehrere Wochen mit dem OMNIBUS bei einem Volksbegehren mitgeholfen, das am Ende so erfolgreich war, daß ohne Volksentscheid die Regelungen für Bürgerentscheide in den Gemeinden und Landkreisen wesentlich verbessert wurden.

2009
Direkt nach der Bundestagswahl haben wir eine öffentliche Aktion vor dem Bundestag (im Rahmen der "Aktion Volksabstimmung!") Die realen Zahlen genannt. Das werden wir in Zukunft bei jeder Wahl machen.

2009
Im Herbst 2009 hat der OMNIBUS bisher sein größtes Abenteuer überstanden: Auf Einladung des Goethe-Instituts sind wir in 10 Wochen etwa 8.500 km durch 12 Länder Südost-Europas gefahren (www.democracy-in-motion.eu). Unser Ziel war Athen und der äußerste Zipfel der Reise Istanbul.