Selbstbestimmung

Sowohl Bildung als auch Demokratie kann nichts vom Menschen Erzwungenes sein, das wäre ein Widerspruch in sich. Ein selbstbestimmte Miteinander aller am Zusammenwirken Beteiligten ist dabei Voraussetzung. So bildet sich Vertrauen in die Zukunft, und der Sinn von Arbeit kann sich offenbaren. Die dabei erworbenen Fähigkeiten sind das eigentliche Kapital.

 

Alle Formen der Selbstbestimmung (die mit Fragen einhergehen: Woher komme ich? Wer bin ich? Wohin gehe ich?) basieren auf der Erkenntnis, daß Begriff und Wahrnehmung verknüpft sind. So ist Kultur das Ergebnis einer fortschreitenden Bewußtseinsarbeit, die auf den Fähigkeiten der Menschen gründet.

 

Ähnlich wie die Biographie durchläuft auch die Evolution des menschlichen Bewußtseins verschiedene

Stadien der Entwicklung. Auf diesem Weg der Bewußtwerdung hat sich in der Antike der Übergang vom mythisch/bildhaften zum mental/abstrakten Bewußtsein vollzogen. Im alten Griechenland tritt dasjenige Denken zutage, wodurch dem Individuum sein eigenes Wesen bewußt zu werden beginnt. An diesem für die abendländische Geschichte grundlegenden Zeitpunkt begegnen wir dem Begriff „Entelechie", was bedeutet, daß der Mensch nun von seinen in ihm selbst begründeten Fähigkeiten und Zielen etwas wissen kann. Die Begriffe „Bildung" und „Demokratie" treten erstmals dort auf, wo das Ich zur persönlichen Erfahrung und Gewissheit wird. Weiter

 

Vortrags- und Seminarangebot

 

Karl-Heinz Tritschler, Projektleitung

 

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